Wir stellen vor:
L E T T R I S
Bei LETTRIS handelt es sich um ein Pädagogisches Computerspiel, dass vom
Pädagogischen Zentrum Hechingen in Zusammenarbeit mit MN-Software entwickelt wurde.
LETTRIS ist besonders für Kinder mit Teilleistungsstörungen beim Lesen und Schreiben
(LRS) geeignet. Zudem führt das Üben mit Lettris zu einer Verbesserung des
räumlichen Orientierungsvermögens und der Wortgedächtnisses.
Das Prinzip von Lettris:
Das Grundprinzip des Spiels ist an das bekannte Computerspiel TETRIS angepasst, wobei
statt Klötzen bei LETTRIS Buchstaben vom oberen Rand des Bildschirmes herabfallen.
Die Aufgabe des Übenden ist es sodann die Buchstaben in der richtigen Reihenfolge
zu einem vorher angezeigten Wort zusammenzusetzen.
Die Übungen werden mit steigenden Levels schwerer:
Während in der ersten Stufe nur passende Buchstaben in ihrer richtigen Lage
herabfallen, kommen mit steigender Schwierigkeit Buchstaben auf dem Kopf oder gespiegelt
oder gar unpassende Buchstaben auf den Bildschirm. Aufgabe ist es dann die Buchstaben
in die richtige Lage zu drehen oder die falschen "abzuschiessen".
Zudem erhöht sich auch das Tempo, mit dem sich die Buchstaben dem Boden
nähern mit steigender Punktzahl.
Wird ein Fehler gemacht, so wächst aus dem Boden eine Mauer, die das
Spielfeld verengt. Diese nimmt wieder ab, sobald eine (einstellbare) Anzahl an
Wörtern richtig zusammengebaut wurde.
Therapeutische Wirkungen
Dr. M. Nitsche zu den therapeutischen Wirkungen von Lettris:
"
Das Lernspiel trägt starken Spielcharakter und umgeht damit Abneigungen,
Hemmungen und Lernblockaden beim Lesen- und Schreibenlernen.
Das Selbstwertgefühl steigt, da eine Verbesserung durch viele Fähigkeiten
(u.a Merkfähigkeit, Reaktionsvermögen, visuelles Wahrnehmungstempo, Wortschatzerweiterung,
Leseflüssigkeit) erreichbar ist. Ein Lernerfolg kann immer erzielt werden, da schon
die Verbesserung einer der Fähigkeiten dafür ausreicht. Das weckt den
Ehrgeiz des Kindes, immer besser zu werden.
Durch die Möglichkeit, die Buchstaben gespiegelt und gedreht herunterfallen zu lassen, wird die Erkennung der richtigen Lage eines Buchstabens (b oder d)
und die (visuo)motorische Geschicklichkeit sehr effektiv trainiert.
Verbesserungen sind spielerisch in kurzer Zeit zu erreichen.
Das optische Wahrnehmungstempo wird durch das von Stufe zu Stufe steigende Tempo im Zusammensetzen
der Wörter verbessert. Die Wörter werden zufällig aus den Wörterlisten
ausgewählt und können in den schnelleren Stufen erneut auftauchen, was den
Wiedererkennungsvorgang aktiviert und für den Schüler dann eine zeitweilige Spielerleichterung bedeutet.
Die Buchstaben fallen nicht in der Reihenfolge des Wortes, sondern werden zufällig ausgewählt.
Das Kind muss deshalb das Wort immer wieder buchstabieren, um den fallenden Buchstaben zu
plazieren. Das fördert die Aneignung des buchstabierenden und genauen Lesens.
Das oft beobachtete (falsche!) Erraten der Wörter bei Kindern mit Leseproblemen führt bei
diesem Spiel nicht zu Ziel.
Wenige, schnell erlernbare Tasten genügen, um ein Wort richtig zu schreiben.
Es wird nicht die Fähigkeit, die Tastatur zu beherrschen, gefordert. Damit ist dieses
Spiel auch für Anfänger gut geeignet.
Ein Vorteil dieses Spieles gegenüber anderen (z.B. Diktatspielen) ist es, dass auf einer
anderen Ebene gelernt wird und somit Lernblockaden für bestimmte schulische Übungen
umgagen werden."
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