Sprachtherapie und Sonderpädagogik mit Computerunterstützung
Die Computerunterstützung der Sprachtherapie, Linguistik
und Sonderpädagogik hat, insbesondere im englischen Sprachraum, längst
ihren Einzug in die therapeutische Arbeit gehalten.
So gibt es in England inzwischen ein eigenständiges Berufsbild des
„Computerlinguisten", das mit gezieltem Einsatz entsprechender Geräte
und Programme Defizite im linguistischen Bereich, aber auch bei cerebralen
und zentralen Defekten und bei Körperbehinderungen behandelt
Namhafte Firmen, wie z.B. IBM entwickeln seit Jahren spezielle Software für die Sprachheilarbeit, wie z.B. den „SprechSpiegel", der mittlerweile in seiner dritten Version verfügbar ist. Die genannte Firma betreibt in Stuttgart ein eigenes „Beratungszentrum für Menschen mit Behinderungen" und berät sowohl den Fachhandel, als auch Betroffene beim Einsatz geeigneter Hard- und Software zur Kompensation vorhandener Behinderungen, aber auch bei der Beschaffung von Therapieprogrammen zur Verbesserung der audiovisuellen Wahrnehmung und als Therapiehilfen für die Behandlung von Hör- Stimm- und Sprechstörungen. Die dortigen Mitarbeiter haben, als selbst von individueller Behinderung Betroffene, eigene praktische Erfahrung mit Informationssystemen und computergestützten Hilfsmitteln und beraten somit individuell, engagiert, kompetent und praxisnah.
Aber auch andere interessierte Firmen beschäftigen sich mit der Entwicklung von Programmen zur Unterstützung der therapeutischen Arbeit der Logopäden, Sprachtherapeuten und ähnlicher Berufsgruppen zur Behandlung von: - verzögerter Sprachentwicklung - sensorischer Dyslalie - Dysgrammatismus - akustischer Agnosien - Störungen der Perzeption - Wahrnehmungsstörungen und Konzentrationsproblemen, sowie zum gezielten Training von Intelligenzdefekten und cerebraler Defektzustände, sowohl im Kindes- und Jugendalter, aber auch bei aphasischen Erwachsenen
Hierbei gehen alle verantwortungsbewußten Therapeuten und Pädagogen davon aus, daß der Computer keinesfalls den Behandler ersetzen wird, sondern daß dieser einen höchst geeigneten Mediator im therapeutischen Prozeß darstellt, der in der Lage ist, zusätzliche Motivation beim Patienten zu erzeugen und audiovisuelle Lernprozesse zu unterstützen. Beim Computereinsatz in der Sprachheilarbeit und Sonderpädagogik kommt es nach unserer Beobachtung immer wieder zu erstaunlichen Motivationsschüben bei den Patienten, spontaner Lautäußerung beispielsweise bei Aphasien und hoher Lernmotivation bei Kindern und Jugendlichen durch audiovisuelle Anreize durch den Computer. Bei behinderten Menschen stellt der Computer oft die einzige Möglichkeit dar, an normalen Arbeits- und Lernprozessen teilzuhaben, anerkannte Leistungen zu erbringen und durch den eigenen Erfolg Selbstbewußtsein und Anerkennung zu erlangen. In der einschlägigen Fachliteratur finden sich zahlreiche Fallbeschreibungen von Patienten, die bei schwersten Behinderungen, beispielsweise nach hohen Rückenmarksläsionen, computergestützte Arbeitsabläufe durch entsprechende Hard- und Softwareausstattung erzeugen. Wir selbst trainieren in unserer Einrichtung mit spastischen Kindern und aphasischen Erwachsenen, die mit Hilfe des Computers ihre Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, mit Hilfe der Computertastatur kommunizieren, und ihre Hausaufgaben altersadäquat mit einem Hilfsprogramm (ET-Schriften) erledigen, welches die Tastatureingaben in vereinfachte Schulausgangsschrift (Schreibschrift) überträgt.
English summary:
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Like it is use in most english-speaking countries, we try to get
used to computer-based methods to treat speech-deseases. In England we
find computer-linguists since several years; and so we ourselves offer
special software, that gives feedback to patients about their use of language
and speech, showing pictures and movements on computer-screens - we call
it "Visible Speech", so that patients themselves can see therapy-progress
so they get motivatet for new exercises.
More and more an increasing number of electronic devices and computer-software
is developed for the remediation of speech and language disorders. A number
of approaches are presented and discussed on the following home-pages.
A distinction is made between computer-assisted programs for the treatment
of the assessed speech or language disorders and the use of computers as
an aid in augmenting the residual capacities of participating in communicative
interactions.
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